Bonus: Interview mit Penny Arcade (in English!)

Für alle, die das Corona-Special “Kultur, Hackfleisch, Chicago” neugierig gemacht hat auf die freie Kulturszene in New York gibt es jetzt ein Extra-Hörstück auf Englisch – nämlich das Interview, das ich für die Folge mit der Performance-Künstlerin Penny Arcade gemacht habe. Hier gibt’s einen kurzen Überblick auf Deutsch – und natürlich jede Menge Links.

(If you only read English: You’ll find links to Penny’s website and work below).

Links:

Die Themen des Interviews auf Deutsch:

Seit Jahrzehnten steht Penny Arcade auf Bühnen in New York und geht auf internationale Tourneen, unter anderem auch in Deutschland. Im Interview erzählt sie, wie sie kurz vor einer ganzen Reihe gebuchter Auftritte merkte, was durch das Coronavirus auf New York zukommt – und damit auch auf alle Künstler*innen, die auf ein Live-Publikum angewiesen sind.

Das bringt Penny auf ihre Kritik an einer Praxis in der amerikanischen Kulturszene und deren Finanzierung: den Fokus auf “emerging artists”, also Künstler*innen, die erst ganz am Anfang ihrer Karriere stehen – und eine Denkweise, die Kunst als einen Beruf einordnet, für den es erst einmal Kohle gibt. Künstler*innen machen immer Kunst, egal ob sie Geld haben oder nicht, ist Pennys Haltung dazu.

Pennys Weg, sich ein (zahlendes) Publikum aufzubauen, wurzelt in Offenheit. Seit den 1980er Jahren gibt sie ihrem Publikum ihre Telefonnummer, erzählt sie, und seit Anfang der 1990er Jahre ihre E-Mail-Adresse. Das kann ich von den Auftritten, die ich erlebt habe, bestätigen (sehr praktisch übrigens auch für Interviewanfragen). Was ihr das jetzt bringt, wo Auftritte in Theatern und Kulturzentren nicht mehr möglich sind, erklärt sie im Interview ebenso wie das, was sie ihren Fans auf einer neu eingerichteten Patreon-Seite bietet.

Weil Penny Arcade während der Aids-Krise in New York sehr viele Freunde verloren hat, frage ich sie auch danach, ob und wie sich die damalige Situation mit dem jetzigen New York und Covid-19 vergleichen lässt. Da wird es zappenduster. Aber am Ende findet Penny ruck, zuck etwas, das unser Interview nicht nur mit Hoffnung ausklingen lässt, sondern auch mit etwas, das wir alle selber für eine bessere Zukunft tun können.

So, und jetzt mal wacker ein schaurig-schräger Übergang: Wenn ihr etwas für die Zukunft von Notizen aus Amerika tun wollt, habt ihr jede Menge Auswahl. Ihr könnt den Podcast mit einem monatlichen Beitrag unterstützen. Hilfreich sind auch Bewertungen in eurem Podcatcher (z.B. Google Podcast, Antennapod, Spotify, Apple Podcast auf dem iPhone …). Und ihr könnt höchstpersönlich euren Freund*innen von Notizen aus Amerika erzählen – vielleicht abonnieren die den Podcast dann ja auch.

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